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Sebastian Völzow – HoSoccer Germany

Was und wer steckt hinter HoSoccer?

HO Soccer Germany

HO Soccer wurde 2001 von ehemaligen Torhütern als reine Torwartmarke in Spanien gegründet und ist mittlerweile in über 50 Ländern weltweit aktiv. Jeder Landesvertreter handelt jedoch selbstständig und ist frei in seinen Entscheidungen. Deswegen ist die Marke in einigen Ländern wie Spanien, England oder Brasilien relativ groß und bekannt und in anderen noch nicht. In Deutschland war HO Soccer bereits bis 2013 aktiv, in den letzten fünf Jahren allerdings nicht. Nun sind wir unter meiner Leitung  seit Herbst 2018 wieder zurück auf dem deutschen Markt.

Was möchtet ihr mit HoSoccer erreichen? Was sind eure Ziele?

Der Handschuhmarkt generell und speziell in Deutschland ist gerade extrem im Wandel. Die großen Marken ziehen sich in der Breite zurück und konzentrieren sich auf die großen Player. Da kann man rein finanziell nicht gegenhalten und das wollen wir auch gar nicht. Wir wollen unsere Kunden über ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis und ein modernes Design erreichen und damit überzeugen. Bei der Auswahl unserer Athleten  gehen wir nicht auf Masse, sondern wollen mit jungen talentierten, aber auch mit gestandenen Torhütern zusammenarbeiten, die Bock auf die Marke haben, sich damit identifizieren und denen nicht egal ist, ob sie mit Handschuh X oder Y spielen. Perspektivisch wäre es natürlich ein Traum, wenn es gelänge, ein Talent so zu begeistern, dass er langfristig bei HO bleibt, selbst wenn es mittlerweile selbst zum eben erwähnten großen Player geworden ist.

Was sollten potenzielle Kunden unbedingt über HoSoccer wissen?

Unsere Handschuhe und auch unsere Textilien sind von Torhütern für Torhüter gemacht. Wir machen nichts anderes und konzentrieren uns nur darauf. Wir sind ständig bemüht, uns weiterzuentwickeln und die Produkte dem Spiel und auch den Materialien ( bspw. den Bällen ) anzupassen.

Da wir noch relativ klein sind, können wir auch schnell reagieren und haben keine weiten Entscheidungswege wie bei manchem Weltkonzern.

Was macht eure Handschuhe so besonders? Gibt es besondere Technologien?

HO Soccer Supremo

Das ist eine gute, aber gleichzeitig auch schwierige Frage, die man eigentlich nicht pauschal beantworten kann, weil jeder Torwart unterschiedlich ist und unterschiedliche Vorlieben hat. Letztendlich kann man den Handschuh auch nicht mehr neu erfinden. Eigentlich geht es immer um Passform und Grip. Es gibt kaum Dinge, die komplett neu sind oder nicht schon mal in abgewandelter Form da waren. Was letztendlich  für jeden einzelnen „gut“ bedeutet, ist Geschmackssache. Technologie finde ich als Begriff für einen Handschuh auch etwas hochgestochen. Vieles braucht man eigentlich gar nicht und kostet nur Geld.

An den Supremo-Modellen schätzen wir die Silikoneinsätze auf der Innenseite des Handschuhs und die gesamte leichte, angenehme Konstruktion des Handschuhs. Du testest zudem ein sehr spezielles Modell mit Kontakt Evolution Cut, einer nahtlosen Rolled Finger – Variante. Wir haben zudem als einziger Anbieter die Micro Strap 3D Technologie, um das Handgelenk zu fixieren. Wir sind aber auch nicht beleidigt wenn jemand sagt, dass man das nicht braucht oder blöd findet.

Warum sollten alle Keeper auf HoSoccer vertrauen?

Unser Vorteil liegt darin, dass wir eigentlich jeden individuellen Wunsch befriedigen können. Wir machen drei Kollektionen pro Jahr mit ungefähr 50 verschiedenen Modellen. Da wäre es schon verrückt, wenn dann nicht was Passendes für jeden dabei ist. Wir haben viele verschiedene Schnitte und Haftschäume und können die auch miteinander kombinieren.

Was macht euren Haftschaum bzw. Schnitt so besonders?

HO Soccer Supremo

Es gibt, wie erwähnt, nicht nur den einen Schnitt oder den einen Haftschaum. Jeder Torwart, jeder Untergrund, jeder Ball reagiert anders in Kombination mit den Haftschäumen. Es hängt ja auch davon ab, was der Torwart will. Wenn er maximalen Grip will, sollte er den weichesten Haftschaum, den Aquaformula-Latex wählen. Vom dem kann er dann allerdings nicht erwarten, dass er monatelang hält. Dafür gibt es dann andere Beläge. Für die Schnitte gilt im Prinzip das Gleiche. Den Kontakt Evolution Cut, den du jetzt testest, polarisiert bspw. extrem. Es gibt niemanden, der sagt: der ist OK. Entweder wird der Schnitt geliebt oder gehasst. Das muss jeder selbst wissen!

Wie lange kann euer aktuelles Modell getragen werden?

Das hängt auch wieder von vielen verschiedenen Faktoren ab. Nehmen wir das Supremo-Modell. Wenn es jeden Tag unter optimalen Bedingungen ( Rasen, nicht zu warm oder kalt, gute Fangtechnik usw. ) getragen und vor allem auch gepflegt wird, sollte er mindestens drei Monate halten, wenn man Glück hat vielleicht auch sechs ( ohne Garantie und Gewähr ). Unter schlechten Bedingungen und bei mangelnder Pflege kann der Handschuh auch schon nach vier Wochen hinüber sein.

Dem Kunden muss halt bewusst sein, dass wenn er maximalen Grip haben will, aber auf Asche oder Kunstrasen unterwegs ist und den Handschuh zu Hause noch am besten auf die Heizung legt, keine lange Haltbarkeit erwarten kann. Wenn der Handschuhe möglichst lange halten soll, würde ich ein anderes Modell empfehlen, bei dem man dann allerdings Abstriche beim Grip machen muss.

Wem empfiehlst du eure Handschuhe?

HO Soccer Supremo

Im Prinzip jedem, nur unterschiedliche Modelle. Für Profis geht eigentlich kaum ein Weg am Supremo oder Guerrero vorbei bzw. generell an den Handschuhen der Elite-Serie. Für den gehobenen Amateurbereich haben wir die Pro-Serie mit den Modellen, die etwas haltbarer sind und besser zu dem angesprochnen Bedingungen passen. Für die Kreisligaspieler und Hobbykicker haben wir die Competition – Serie, bspw. mit dem Modell One, was um die 40 Euro kostet und trotzdem ein vernünftiger Handschuh ist. Für Kinder haben wir dann die Clone-Modelle, die  vereinfachte Kopien der Topmodelle sind.

Wo kann man eure Handschuhe kaufen?

Aktuell online unter www.hosoccer-germany.de , bei einigen ausgewählten Einzelhändlern und demnächst auch bei 11teamsports.

Wird es in naher Zukunft weitere bzw. neue Modelle geben?

HO SOCCER

Ja, es gibt drei Kollektionen im Jahr. Eine kommt zu Weihnachten, eine zu Ostern und eine im Sommer. Zudem werden wir einige Sondermodelle bauen. Die ersten sind schon fast fertig.

Wer kann eine Kooperation mit HoSoccer eingehen?

Wir sind für alles offen und sind auch bereit neue, innovative Wege zu gehen.

Welche bekannten (Profi-)Torhüter tragen bereits HoSoccer und warum?

Letztendlich tragen alle die Handschuhe, weil sie gut sind. Soweit ich weiß, bekommt keiner Geld. Die aktuell Bekanntesten sind wohl Willy Caballero vom FC Chelsea, Alexander Walke von RB Salzburg und Andres Fernandez vom FC Villareal.

Wie sind die Kooperationen mit euren Vertragspartnern entstanden?

Hier kann ich jetzt nur für Deutschland sprechen, weil das jeder Landesvertreter für sich macht. Dadurch, dass ich selbst Profi war und aktuell die Torwartabteilung im NLZ von Arminia Bielefeld leite, bin ich natürlich recht gut vernetzt und informiert.

Der erste Vertragspartner, Justin Ospelt, U21 Liechtenstein und FC Vaduz, wurde bspw. von seinem Torwarttrainer Sebastian Selke empfohlen. Justin trug immer schon unsere Handschuhe und hat dafür bezahlt. Das muss er jetzt nicht mehr.

Wie viele Paar HoSoccer Torwarthandschuhe tragen die aktuellen Kooperationspartner im Monat bzw. pro Saison?

Ganz grob kann man von 2 bis 3 pro Monat ausgehen. Man darf natürlich nicht vergessen, dass wir manchmal auch wollen, dass der Partner neue Handschuhe bekommt, so dass er sie der Öffentlichkeit präsentieren kann.

Was hältst du von der Idee des Torwarthandschuh Testers?

Eine sehr gute, aber auch sehr komplexe Idee. Einerseits, weil es mittlerweile sehr viele Anbieter gibt und andererseits, weil es eben viel individuelle Vorlieben sind und ein objektives Urteil fast unmöglich ist. Deshalb „Hut ab“ und „weiter so“.

Vielen Dank für das Interview. Euer TorwarthandschuhTester


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